18.10.2017 14:14

EVS30 – ein Branchentreffpunkt auf der Messe Stuttgart: Zahlreiche Firmenmitglieder des VDF waren dabei!

Von: Alfred Hans Feiler

Blick auf die zahlreichen Aussteller in Halle 1

Das INEM-Team, (l) Prof. Dr.-Ing. Hugo Gabele

Eine Auswahl von „Ultraleichten Fahrzeugen“ aus früheren Wettbewerben

Nach über 130 Jahren Verbrennungsmotor gibt es wohl aktuell historisch eine Zäsur. Inzwischen kann ein Elektroantrieb Reichweiten bieten, die eine Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor sein kann.

Messe Stuttgart
EVS30 steht für „30. International Electric Vehicle Symposium & Exhibition“. Die Messe, mit mehr als 350 Ausstellern, fand vom 09. Bis 11. Oktober 2017 zum ersten Mal in der Geburtsstadt des Automobils in Stuttgart statt und wurde vom Staatsministerium Baden-Württemberg, als einer der Gastgeber, begleitet.

Die EVS wird als Plattform verstanden, die den Industrievertretern, Akademikern, Studenten, Verbänden, Wohlfahrtsorganisationen und Interessierten  ein Forum zur Diskussion von Trends und Gestaltungsmöglichkeiten zukünftiger E-Mobilitätslösungen bietet.

Die Schwerpunkte der EVS30 waren dieses Mal alle Aspekte der Elektromobilität und der Energiespeicherung. Weitere Fachthemen waren: Ladeinfrastruktur, Systemlieferanten, Komponenten für die Automobilindustrie, Fertigungstechnologien und Mobilitätskonzepte.

E-Marktentwicklungen
Es gibt international eine große Dynamik in der Elektromobilität. Man schätzt, dass bereits heute weltweit mehr als zwei Millionen E-Fahrzeuge unterwegs sind. Im Jahr 2025 erwartet man etwa 70 Millionen E-Mobile. In Deutschland gibt es aktuell etwa 30 Fahrzeugmodelle deutscher Hersteller auf dem Markt, der von Fachleuten als „stark wachsend“ gekennzeichnet wird.

Hochschule Esslingen mit INEM auch dabei
Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hugo Gabele war von der Hochschule Esslingen das Institut für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM) unter den Ausstellern. Das studentische Hochschulteam führte ihre ultraleichten Fahrzeuge vor, die nach folgenden Prinzipien im INEM entwickelt wurden: (1) So kompakt wie möglich, (2) So leicht wie möglich und (3) Nicht schneller als notwendig.

„Elektromobilität ist ganz sicher ein Thema, mit dem sich alle Fakultäten unserer Hochschule in Zukunft beschäftigen müssen“, so Prof. Gabele. Und er fügt folgendes an: „Für den innerstädtischen Verkehr werden wir nicht nur neue Antriebe (E-Motor) brauchen, sondern auch besonders leichte und „parkplatzsparende“ Fahrzeugkonzepte, wie sie ansatzweise im INEM entwickelt werden.“  

Die Zukunft ist heute
Im Gespräch mit dem Präsidenten des Bundesverbandes  eMobilität e.V., Kurt Sigl, wurde schnell klar, dass der E-Antrieb leichter zu entwickeln sei als ein herkömmlicher Antrieb. Ein paar Prototypen könnten schnell gebaut werden. Doch ein Fahrzeug von Beginn an so zu entwickeln, das sich industriell und mit hohem Qualitätsniveau in Serie fertigen ließe, das könnten wohl nur wenige. „Wenn die deutschen Autobauer hier nicht ab sofort  nachziehen, sind sie mittelfristig aus diesem Markt raus“, so Kurt Sigl.

Wettbewerb für Ultraleichte Fahrzeuge
Weitere Informationen zum ausgeschriebenen Wettbewerb für ultraleichte Fahrzeuge „InDie500“ des Institutes INEM am 16. Juni 2018, zu dem Teams aus Lehrwerkstätten der Firmen, Gymnasien, Berufsschulen und aus Hochschulen zugelassen werden, unter: www.indie500.de

Fotonachweis:
Hugo Gabele, Hochschule Esslingen