12.11.2018 09:48

Festveranstaltung zum Jubiläum „150 Jahre Maschinenbau“

Von: Alfred Hans Feiler

Fakultät Maschinenbau feierte 150 Jahre: v.l. Studiendekan Prof. Dr. Alexander Friedrich führte durch das Programm, Dekan Prof. Dr. Steffen Greuling

v.l. Prorektor für Forschung und Transfer, Prof. Walter Czarnetzki, Ingo Rust, Rektor Prof. Christian Maercker und Dr. Eberhard Veit der Begrüßung in der Aula, Campus Flandernstrasse

Get Together – Die Gäste kamen miteinander ins Gespräch, diskutierten und tauschten sich aus.

v.l. Ehrensenator Dietmar Ness und Finanzbürgermeister Stadt Esslingen Ingo Rust bei der Verabschiedung.

Jubiläen gibt es sicherlich immer wieder zu feiern, aber noch nie war das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne größer, die Diskussionen darüber unterschiedlicher und die Prognosen für die zukünftigen Entwicklungen in Bildung und Wirtschaft unsicherer, als bei diesem Jubiläum „150 Jahre Maschinenbau“.

Fakultät Maschinenbau

Die Fakultät Maschinenbau feierte am Freitag, den 9. November 2018, in der Aula der Hochschule Esslingen, Campus Flandernstraße, „150 Jahre Maschinenbau“.

Mehr als 200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Alumni Gruppierungen, Esslinger Verbindungen, VDF Mitgliedern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Professorinnen und Professoren der Fakultäten  der Hochschule Esslingen folgten dem musikalisch von der Pep-Band, unter Leitung von Steffi Bade-Bräuning, umrahmten Festprogramm.

Festprogramm

Das Festprogramm hatte zum einen den Zeitraum 1868 bis 2018, zum anderen die Erwartungen an die Zukunft im Blick. Die Grußworte des Dekans der Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Steffen Greuling, des Rektors, Prof. Christian Maercker, des Ministerialdirektors des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Ulrich Steinbach, des Finanzbürgermeister der Stadt Esslingen, Ingo Rust, und die Grußworte des Ehrensenators und Vorsitzenden des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF), Dietmar Ness, bezogen sich zum überwiegende Teil auf die Historie, die Tradition und das positive Image der Fakultät Maschinenbau und der Hochschule Esslingen. Den Festvortrag hielt Dr. Eberhard Veit, Geschäftsführender Gesellschafter, Leitung Plattform Industrie 4.0.
Durch das Programm führte der Studiendekan der Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Alexander Friedrich.

Meinungen und Glückwünsche

So erinnerte Dietmar Ness, dass der VDF seit 1949 die Hochschule Esslingen fördere und mithilfe seiner Mitglieder und Mitgliedsfirmen dafür sorgte, dass der Hochschul- und Laborbetrieb auf hohem Niveau nach dem 2. Weltkrieg fortgesetzt werden konnte.

Prof. Steffen Greuling stellte heraus, wie sehr Hochschule Esslingen, Region und Vernetzungen zu den regionalen Firmen den Bedarf an Maschinenbauingenieuren und deren Ausbildung geprägt haben. „Ist eine erfolgreiche Vergangenheit ein Garant für eine erfolgreiche Zukunft?“, fragte Steffen Greuling ins aufmerksame Publikum.

„Es geht um Vieles“, betonte Ulrich Steinbach, der die Tradition der Fakultät Maschinenbau reflektierte, zur politischen Ausrichtung des Landes Baden-Württemberg unter dem Stichwort „Digitalisierung“ Stellung bezog, bezeichnete die Hochschule Esslingen mit ihrer Fakultät Maschinenbau als „eines unserer besten Pferdchen im Stall“ und richtet dieses Wortspiel auf den Ursprung der Fakultät aus dem Jahr 1868. Damals  war die württembergischen Baugewerkeschule wegen Raummangel der Universität Stuttgart in den königlichen Marstall („STALL“) in der unteren Königstraße in Stuttgart verlegt worden.

Ingo Rust überbrachte die Grußworte der Stadt Esslingen und stellte heraus, wie positiv und weitsichtig es 1914 war, die heutige Hochschule von Stuttgart nach Esslingen zu verlagern.
Dann kam er auf den geplanten neuen Hochschulstandort zu sprechen, der in der Esslinger Weststadt entstehen wird. „Wir, als Stadt Esslingen, sind dankbar für die großartige Ausbildungsleistungen der Fakultät Maschinenbau“, so Rust weiter.

Rektor Christian Maercker zeigte auf, was an der Hochschule Esslingen schon passiert, um gute Absolventen zu haben und für die Zukunft gerüstet zu sein. „Internationalisierung ist kein Selbstläufer, auch nicht für die Ingenieurwissenschaften, deswegen brauchen wir die Doppelabschlüsse mit Ländern wie China, Finnland und Mexiko “, so Maercker.   

Mit „Agilem Sprint“ - nicht nur durch den Festvortrag

Dr. Eberhard Veit machte einen „Agilen Sprint“ und nahm die Gäste in einen spannenden und facettenreichen Vortrag mit, der die „agilen“ digitalen Entwicklungen in den Mittelpunkt stellte. Er stellte die Begriffe, deren Wechselwirkungen und deren ökonomische zukünftige Bedeutung  vor: „Schnelles lebenslanges Lernen“, „Mensch-Maschine Kollaborationen“, „Fort- und Weiterbildungen für die digitale Welt“, „Digitale Vertriebsmodelle“, „Reale Welt und digitale Abbildung“, „Systemarchitekturen“ und „Geschäftsmodelle und Nutzungsorientierung“.

Veit formulierte seine Wünsche an die Hochschule Esslingen dahingehend, dass diese ihr Studienangebot prüfen, ihr Weiterbildungsangebot anpassen müsse, um eine zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Dafür wäre es nötig, so Veit weiter, von Einzelthemen der jeweiligen Fakultäten zu einem hochschulweiten integralen System zu gelangen. 
„Starke Hochschulen geht nur mit Sprint in der digitalen Welt“, so Veit.

Get-Together

Ein Get-Together - mit musikalischer Begleitung durch die Maschinenbaustudentin Liv Luisa Bicheler - brachte die Gäste miteinander ins Gespräch. Was wird man wohl in anderen 150 Jahren rückblickend zur Hochschule Esslingen sagen?

Einen Bericht über die ersten 50 Jahre der Hochschule Esslingen finden Sie hier.