Die Mitgliederstruktur des VdF Alumni + Friends ist durchaus heterogen. Unsere Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, doch alle eint die Verbundenheit mit der Hochschule Esslingen. In unserem VdF-Interview haben wir Alumnus Christoph Mayer und seinen Vater Michael Mayer gefragt, wie diese Verbindung zustande kam.
Wie aus einem Alumnus-Kontakt eine starke Partnerschaft wurde
Ein LinkedIn-Kontakt, ein gemeinsames Projekt und die Überzeugung, dass gute Netzwerke Menschen zusammenbringen: Aus der Verbindung zwischen dem VdF Alumni + Friends und der Werbeagentur W52 entstand in den vergangenen Jahren weit mehr als ein klassisches Kundenverhältnis.
Im Gespräch erzählen Christoph und Michael Mayer, wie ein Auslandssemester den beruflichen Weg prägte, warum Netzwerke wie der VdF Alumni + Friends heute wichtiger denn je sind und was gute Kommunikation wirklich ausmacht.
VdF Alumni + Friends: „Micha und Christoph, wenn ihr an eure Zusammenarbeit mit dem VdF Alumni + Friends denkt: Was war euer persönliches Highlight?“
Michael Mayer:
„Das war nicht nur eines. Herausragend war jedoch unser Workshop mit euch zur neuen Kommunikationsstrategie im Garten bei uns in der Agentur. Auf dem Rasen und zwischen den Bäumen waren überall Pinnwände und Flipcharts mit Ideen und konkreten Umsetzungsplänen zum neuen Erscheinungsbild zu sehen. Was für ein Auftakt!“
Vom Hörsaal in die Agentur –
Karriereweg eines Alumnus
VdF Alumni + Friends: „Christoph, nimm uns kurz mit zurück: Was hast du studiert und was hat dich damals an der Hochschule besonders geprägt?“
Christoph Mayer:
„Ich habe Internationale Technische Betriebswirtschaft (TBB) studiert und mein Studium im Sommersemester 2015 abgeschlossen. Besonders prägend war für mich die Kombination aus Technik und Wirtschaft sowie die sehr praxisnahe Ausbildung. Ein Highlight war sicherlich mein Auslandssemester in Flint, Michigan, an der Kettering University, das ich mit einem Praktikum bei Eberspächer North America verbinden konnte. Das hat mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht.“
VdF Alumni + Friends: „Gab es einen Moment im Studium, der deinen weiteren Weg entscheidend beeinflusst hat?“
Christoph Mayer:
„Ja, definitiv das gerade erwähnte Auslandssemester und das Praktikum bei Eberspächer in Novi,
Michigan. Die Kontakte und Erfahrungen aus dieser Zeit haben den Grundstein für meinen weiteren beruflichen Weg gelegt. Daraus ergaben sich Möglichkeiten für ein Praxissemester in Esslingen, eine Werkstudententätigkeit sowie meine Abschlussarbeit bei Eberspächer. Im Anschluss wurde ich übernommen und startete im Account Management für den Bereich Exhaust Technology Commerical Vehicles. Rückblickend war das ein entscheidender Wendepunkt, der viele Türen geöffnet hat.“
VdF Alumni + Friends: „Du bist schließlich in die Agentur eingestiegen – war das so von Anfang an geplant?“
Christoph Mayer:
„Die Agentur war tatsächlich schon immer ein Teil meines Lebens, da meine Eltern das Unternehmen aufgebaut und viel vor Ort waren. Trotzdem war der Einstieg keineswegs von Anfang an fest eingeplant. Nach meinem Studium und meinen ersten Berufsjahren in der Automobilindustrie wollte ich zunächst eigene Erfahrungen sammeln und meinen eigenen Weg gehen. Als später die Möglichkeit entstand, in die Agentur einzusteigen, fühlte sich das jedoch wie ein logischer Schritt an. Die Kombination aus unternehmerischer Verantwortung, Kundenkontakt und der Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen, hat mich gereizt.“
VdF Alumni + Friends: „Momentan ist es für Studienabgänger nicht so einfach, eine Stelle zu bekommen. Gibt es etwas, was du unsere Studierenden raten kannst?“
Christoph Mayer:
„Mein wichtigster Rat ist: Beschäftigt euch mit euren eigenen Stärken und Interessen. Denn am Ende gilt immer noch: Nur was man gerne macht, macht man auch wirklich gut und authentisch. Arbeitgeber merken sehr schnell, ob hinter einer Bewerbung echtes Interesse und Motivation stehen.Gleichzeitig sollte man offen für unterschiedliche Branchen, Aufgaben und Karrierewege bleiben. Der perfekte Job steht selten direkt vor der Tür. Oft ergeben sich Chancen dort, wo man sie zunächst nicht erwartet hätte. Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen bieten häufig die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, Prozesse aktiv mitzugestalten und die eigene Rolle selbst weiterzuentwickeln.
Außerdem würde ich empfehlen, Netzwerke frühzeitig aufzubauen und zu pflegen. Viele Möglichkeiten entstehen durch Kontakte, Empfehlungen oder gemeinsame Projekte. Das war zu meiner Studienzeit schon wichtig und ist heute sicherlich noch relevanter geworden. Manchmal lohnt es sich auch, einen ersten Schritt zu gehen, selbst wenn nicht alle Anforderungen auf dem Papier perfekt passen. Wer Lernbereitschaft, Engagement und die richtige Einstellung mitbringt, kann sich oft schneller entwickeln, als er selbst denkt.“